gestalten ihr Quartier
Wie kann eine immer internationaler werdende Stadtgesellschaft mit ihren Potenzialen, aber auch Spannungen optimal umgehen? Die IBA Hamburg zeigt’s.
Mit der Vielfalt der Kutluren in unseren Städten nehmen auch die Konflikte zu: Wo Vielfalt ist, ist die Abgrenzung nicht weit. Aber wo Kulturen und Lebensstile aneinanderstoßen, an den Grenzorten und Bruchstellen der Stadtgesellschaft, eröffnet sich eine Chance: Erst die Kombination von Sichtweisen und Ideen schafft wirklich Neues – neue Ideen, Produkte oder Lebensanschauungen. Dazu müssen aber die drohenden Gräben in der Metropole überwunden werden. Mit über 40 Nationalitäten auf 28 Quadratkilometern können die Elbinseln zeigen, wie unterschiedliche Kulturen und Schichten ein gemeinsames Stadtgefühl entwickeln können.
Räume können geschaffen werden, die den vielen Ansprüchen einer internationalen Stadtgesellschaft gerecht werden. Die IBA Hamburg möchte mit diesem Leitthema zwischen der HafenCity und Harburg eine „Kosmopolis“ schaffen: neue Stadträume, in denen sich die Kulturen der Stadtgesellschaft des 21. Jahrhunderts entfalten können – ohne den Zwang zur Mischung, aber mit der Möglichkeit zum Brückenbauen. Es entstehen neue kulturelle und soziale Angebote, neue Möglichkeiten, bei der Gestaltung der Stadtgesellschaft mitzuwirken. Denn Reibung erzeugt Energie – richtig genutzt, ist sie ein Gewinn für die Stadt.