Weltweit stehen die Städte zunehmend vor der Herausforderung, mit Trockenzeiten im Sommer und gleichzeitig Überflutungsgefahren durch Starkregenereignisse und ansteigenden Meeresspiegel umzugehen. Steigendes Hochwasser an der Elbe und vermehrte Starkregenereignisse sind auch in Hamburg und auf der Elbinsel im Zuge des fortschreitenden Klimawandels zu erwarten. Das Projekt KLIMZUG-NORD soll bis zum Jahr 2014 Lösungsansätze finden, mit denen künftig Folgen des Klimawandels in der Metropolregion Hamburg begegnet werden kann. Ziel des Projektes ist die Erforschung der Auswirkungen des Klimawandels auf Städte, ländliche Räume und das Ästuar der Elbe in der Metropolregion Hamburg sowie die Entwicklung von Maßnahmen und Handlungskonzepten.
Projektpartner sind Hochschulen, Forschungsreinrichtungen, Behörden und behördennahe Einrichtungen und Unternehmen. Hinzu kommen zahlreiche weitere assoziierte Partner. Das am 1. April 2009 gestartete und fünf Jahre laufende Projekt wird maßgeblich unterstützt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie von der Freien und Hansestadt Hamburg und die Metropolregion. Besonders wichtige Aspekte im Rahmen des Projekts sind die Förderung des Dialogs zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen und der Austausch mit der Bevölkerung.
Ein Vorhaben der IBA im Rahmen von KLIMZUG-Nord, das Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel miteinander verknüpfen will, ist das Projekt
Klimahäuser Haulander Weg. In Zusammenarbeit mit Partnern wie der TU Hamburg-Harburg, der HafenCity Universität und mit HAMBURG WASSER sollen innovative Lösungen für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser und Energie entwickelt und baulich umgesetzt werden.
Im ersten Schritt wird bis Ende Februar 2010 für das Projektgebiet eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Ziel ist es, das die für das Modellgebiet erforderliche Siedlungsstruktur, bezogen auf die Themen Energie und Wasser, Lösungsvorschläge für zukünftige Problemlagen im Zuge des Klimawandels (zum Beispiel Starkregen, Trockenzeiten, Einsatz regenerativer Energien) bietet. Die Freiräume sollen nicht nur hochwertiger Aufenthaltsraum für Menschen, Tiere und Pflanzen sein, sondern darüber hinaus auch als Wasserspeicher bei Starkregen fungieren. Gleichzeitig ist sicherzustellen, dass die ökologisch bereits heute hochwertigen Flächen geschützt und nachhaltig entwickelt werden. Abweichend von klassischen Planungsverfahren werden deswegen auch die Fachressorts Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung, Energie und Siedlungswasserwirtschaft im Verfahren gleichberechtigt zusammengespannt. Gutachter und Sachverständige werden beratend zur Seite stehen. Im Mittelpunkt steht das Finden neuer, umsetzbarer und ganzheitlicher Planungsansätze im offenen und interdisziplinären Diskurs. Die Klimahäuser am Haulander Weg sollen beispielhafte Lösungen und Konzepte zeigen, die die Grundlage schaffen für einen neuen Umgang mit Wasser im Zeitalter des Klimawandels.