Gesucht werden Konzepte für die Zukunft der Städte. Diesem zentralen Thema der 8. Internationalen Architekturbiennale Sao Paulo vom 31. Oktober bis 6. Dezember 2009 widmet sich auch der deutsche Beitrag, der zeigt, wie Deutschland sich den Herausforderungen der Metropole im 21. Jahrhundert stellt. Im kommenden Jahr wird der deutsche Beitrag im Rahmen des IBA-Zwischenpräsentationsjahres in Hamburg zu sehen sein.
An den Eröffnungsfeierlichkeiten zur Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo nimmt auch Hamburgs Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt Anja Hajduk teil, die gemeinsam mit IBA Geschäftsführer Uli Hellweg für Hamburg als Vorreiter zukunftsweisender Stadtentwicklung wirbt. „Um diesem Anspruch gerecht zu werden, suchen wir den Austausch mit anderen Ländern und Städten in der Welt und laden diese zum Mitmachen ein. Hierzu bietet die Architekturbiennale in São Paulo eine gute Plattform und wir können uns hervorragend als Gastgeber der IBA im Jahre 2013 präsentieren“, so Hajduk zur Eröffnung der Ausstellung.
Im deutschen Beitrag „CIDADE PARA TODOS – City for All – Ways to Vision“ setzen sich Stadtplaner, Architekten und Künstler anhand von Häusern, Quartieren, Stadtentwicklungskonzepten, sozialen Programmen sowie Kunstwerken mit den Herausforderungen der Metropole im 21. Jahrhundert auseinander. Wie erhalten alle Menschen Zugang zu den Errungenschaften der Städte? Wie werden hier aus Hinterhöfen lebenswerte Orte? Welche Maßnahmen sind nötig, um Klima und Ressourcen nachhaltig zu schützen? – zentrale Fragen, mit denen sich die ausgewählten Projekte beschäftigen.
Im Rahmen eines Auswahlverfahrens vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung wurde die IBA Hamburg GmbH zur Generalkommissarin für die Biennale bestimmt. Insgesamt 30 Einzelprojekte hat die IBA Hamburg für den deutschen Beitrag im Laufe der vergangenen Monate zusammengestellt, unterstützt von einem Expertenbeirat. „Alle Projekte setzen sich mit Herausforderungen auseinander, für die wir hier in Hamburg im Rahmen der IBA Lösungen suchen“, sagt IBA-Geschäftsführer Ulli Hellweg. Unter den Exponaten sind auch einige Hamburger Projekte, wie das Bildungszentrum „Tor zur Welt“, das Wohnungsprojekt „Weltquartier“ oder der ehemalige Flakbunker in Wilhelmsburg, der im Rahmen der IBA zu einem „Energiebunker“ umgebaut wird.
Ihre Kultur der Auseinandersetzung und des Austauschs überträgt die IBA Hamburg auch auf das Konzept für São Paulo. So kommt es im Rahmen des deutschen Beitrags zu einem ganz konkreten Austausch zwischen den unterschiedlichen Planungs- und Baukulturen in Brasilien und Deutschland. Diese Zusammenarbeit wird 2010 im IBA-Zwischenpräsentationsjahr in Hamburg fortgesetzt. Dann wird auch der komplette deutsche Beitrag zur 8. Internationalen Architekturbiennale Sao Paulo noch einmal in Hamburg zu sehen sein.