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Klima und Energie
Wie lässt sich aber das Ziel möglichst flächendeckender erneuerbarer Energieversorgung und maximaler Klima-Entlastung in eine realisierbare Handlungsstrategie umsetzen? Die Anleitung gibt das „Klimaschutzkonzept Erneuerbares Wilhelmsburg“. Es stellt die „Road Map“ dar, mit der die IBA Hamburg die bisher überwiegend im ländlichen Raum entwickelten Konzepte einer vollständig erneuerbaren Energieversorgung auf den städtischen Raum übertragen will – modellhaft für Hamburg auf den Elbinseln Wilhelmsburg und Veddel.
Der erste Schritt ist die Klimaneutralität aller Bauprojekte der Internationalen Bauausstellung. Die IBA-Projekte sollen in der CO2-Bilanz, gemessen an ihrem CO2-Ausstoß im Betrieb, nicht zu einer Erhöhung des Ausstoßes von Treibhausgasen führen. Nicht vermeidbare CO2-Emissionen der Neubauprojekte werden durch Einsparungen in Bestandsprojekten und beim Ausbau erneuerbarer Energieprojekte auf den Elbinseln wenigstens kompensiert.
Vier strategische Säulen
Wesentlich ist, dieses Pilotkonzept fest in der lokalen wirtschaftlichen und sozialen Situation auf den Elbinseln zu verankern. Die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die ortsansässigen Unternehmen sollen zu Partnern, zu Gewinnern des „Klimaschutzkonzeptes Erneuerbares Wilhelmsburg“ werden. Diesem Ziel dienen die vier strategischen Eckpfeiler:
- Reduzierung des Energieverbrauchs durch einen hohen gebäudetechnischen Standard (Neubau und Bestandssanierung)
- Verbesserung der Energieeffizienz durch den Einsatz von Blockheizkraftwerken sowie lokalen und regionalen Energieverbundsystemen und „virtuellen Kraftwerken“
- Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien in der Energiegewinnung bis zum schrittweisen Erreichen von „100 Prozent Erneuerbar“
- Einbindung und Motivation der Bewohnerinnen und Bewohner der Elbinseln durch umfangreiche Kommunikationsmaßnahmen und die Schaffung ökonomischer Anreize zum „Mitmachen“
Die Schritte bis 2010
Als Grundlage für die Entwicklung des Klimaschutzkonzeptes hat die IBA Hamburg im Jahr 2008 ihren Fokus auf den Energieverbrauch (Strom und Wärme) beim Gebäudebestand gelegt und das Bremer Energie Institut mit der Erhebung des derzeitigen Wärme- und Stromverbrauchs von Wohn-, Dienstleistungs-, Büro- und Verwaltungsgebäuden auf den Elbinseln beauftragt. Begleitend ist die IBA-Kampagne „Prima Klima-Anlage – Sparen und Sanieren auf den Elbinseln: Mit der IBA zum KLIMA_HAUS“ angelaufen. Sie bot für Wilhelmsburger Hauseigentümer kostengünstig Rat und Hilfe bei der Sanierung des Gebäudebestands (siehe Seite 28). Dabei kooperiert die IBA mit der Initiative Arbeit und Klimaschutz der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt, dem Bezirk Hamburg Mitte, der Hamburger Sparkasse und IMMOSOLAR. Ziel dieser Kampagne ist es, exemplarisch Gebäude exzellent zu sanieren und zusätzlich repräsentative Daten zum Energieverbrauch des Gebäude-bestandes der Elbinseln zu erheben.
Im Strategielabor „Klimaschutzkonzept Erneuerbares Wilhelmsburg“ wurde die Umsetzungsstrategie mit lokalen und internationalen Expertinnen und Experten sowie engagierten Bürgerinnen und Bürgern der Elbinseln konkretisiert: hin zu einem kreativen Umgang mit den Potenzialen der Inseln für erneuerbare Energien, für Energieeffizienz und Energieeinsparung. Weitere Module wie der Energieverbrauch in den Bereichen Verkehr, Lifestyle/Konsum und Industrie/Hafen/Gewerbe sind Aufgaben für die kommenden Jahre. In der Studie „Energetische Optimierung des Modellraums IBA Hamburg“, die zurzeit durch das Büro JHJ Bleicherode gemeinsam mit dem egs Netzwerk Nordhausen erarbeitet wird, werden im Rahmen einer Szenarienanalyse Entwicklungen des zukünftigen Energiebedarfs und Potenziale der Einsparung, Erhöhung der Effizienz und des Einsatzes erneuerbarer Energien auf den Elbinseln gegenübergestellt und strategische Maßnahmen zur Optimierung der Energieversorgung abgeleitet. Die Realisierung der IBA-Projekte bis 2013 sind erste konkrete Teilschritte des Klimaschutzkonzeptes, darüber hinaus sollen aber die weiteren Umsetzungsschritte definiert und die Perspektiven für 2020/2030/2050 aufgezeigt werden.
Die Ergebnisse bilden die Grundlage für den „Energieatlas der Elbinseln“ – eine Übersicht über Energiequellen und Energiesenken, der im Zwischenpräsentationsjahr 2010 in einer ersten Stufe erscheinen und die strategischen Instrumente und Projekte für eine postfossile Energieversorgung der Elbinseln darstellen wird. Im Rahmen des IBA-Labors "Klimaschutzkonzept Erneuerbares Wilhelmsburg" im September 2010 wird er präsentiert und diskutiert – und bis 2013 weiter ergänzt und konkretisiert werden.
Weitere Unterstützung für das „Klimaschutzkonzept Erneuerbares Wilhelmsburg“ hat die IBA durch Partner in Politik, Verwaltung, Wirtschaft und durch engagierte Bürger und Bürgerinnen in Wilhelmsburg. Teilprojekte sind daneben in Forschungs- und Förderprogramme integriert, wie z.B. INTERREG IVB „Build with CaRe“, KLIMZUG Nord (BMBF).
IBA wird Projektpartner bei "BWC -"Build with CaRe"
IBA beteiligt sich am Klima-Forschungsprojekt KLIMZUG-NORD
Hier stehen Materialien und Bilder zum Download bereit:
Broschüren:
Prima Klima-Anlage
Broschüre
zur
Kampagne "Prima Klima-Anlage" mit allen Informationen zur Bewerbung und
Förderung durch die IBA auf dem Weg zu Ihrem KLIMA_HAUS.
Download der Broschüre (PDF, 9 Seiten, 1.1MB)
Klimafaktor Metropole | Climate Factor Metropolis
Broschüre über das Klimaschutzkonzept Erneuerbares Wilhelmsburg mit den Projekten Energiebunker, Energieberg, Energieverbund Wilhelmsburg, IBA DOCK, dem Bildungszentrum "Tor zur Welt" und der Urbanen Biogasanlage im Fokus.
Download der Broschüre (PDF, 36 Seiten, 2.2MB)
Englische Version der Broschüre (PDF, 36 Seiten, 2.2MB)
Hamburger Thesen zum klimagerechten Bauen
Download der Thesen (PDF, 0.5MB)
Download der Thesen, englische Version (PDF, 0.5MB)
News und Pressemitteilungen:
News vom 23.10.2008:
IBA wird Projektpartner bei "BWC -"Build with CaRe"
News vom 26.05.2009:
IBA beteiligt sich am Klima-Forschungsprojekt KLIMZUG-NORD