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    Spreehafen

    Er ist die Alster des Südens: der Spreehafen nördlich des Reiherstiegviertels.

QUERSCHNITTSPROJEKTE
REFERENZPROJEKTE
DIE BAUAUSSTELLUNG IN DER BAUAUSSTELLUNG
IBA INFORMIERT
LEITTHEMA
Metrozonen
Die „inneren Stadtränder“ werden durch die IBA zu einzigartigen und attraktiven Orten entwickelt.
PROJEKTAUFRUF
Bürgerideen realisieren
Projektideen von Bügern zur Veddel und zum Spreehafen sollen realisiert werden.
Hamburg Bug voraus


Öffnung des Spreehafens Der Hafen als Freiraum//für den Stadtteil

Er trennt sowohl Anwohner als auch Elbinsel-Besucher eisern von einem der größten Hafenbecken Hamburgs: der Zollzaun des Freihafens. Im Rahmen der IBA Hamburg wird das elf Hektar große Gebiet bis 2013 frei zugänglich und als neuer attraktiver Freiraum zum Erlebnis für die Elbinseln und ganz Hamburg.

Ein typisches Problem der Metrozonen sind Barrieren und eine strikte Trennung von Nutzungen, auch ohne, dass es der Sache nach erforderlich ist. Der „Sprung über die Elbe“ als Leitbild der Hamburger Stadtentwicklung kann nur gelingen, wenn Barrieren wie der Zollzaun fallen.

Kommunalpolitiker, Initiativen und Vereine bemühen sich seit Jahren um eine Öffnung des Zauns. Im November 2008 wurde im Hamburger Senat die Verkleinerung des Freihafens beschlossen und somit die Voraussetzung dafür geschaffen, das Gebiet zwischen Veddel, Reiherstieg und der Innenstadt frei zugänglich zu machen. Voraussichtlich 2013 kann der Zollzaun fallen und der Traum vom freien Hafen wird endlich wahr. Ein erster großer Erfolg auf dem langen Weg zum freien Hafen: Nicht zuletzt aufgrund des Engagements der IBA Hamburg wurden bereits im Juli 2010 für Radfahrer und Fußgänger offiziell zwei Durchgänge entlang der Hamburger Chaussee geöffnet.

Bis 2011 soll mit einem Fuß- und Radweg an den neuen Hafenbahnbrücken über die Müggenburger und Niedernfelder Durchfahrt die letzte Lücke eines bereits weitgehend vorhandenen Rundweges um den Spreehafen geschlossen werden. Entlang des Rundwegs werden zahlreiche neue Freiflächen gestaltet. Dann können die Wilhelmsburger rund um den Spreehafen joggen und Hafenerkunder bekommen einen neuen Spazierweg.

Um das Innovationspotenzial der breiten Öffentlichkeit zu nutzen und die Bürger stärker in die Planung einzubeziehen hatte die IBA Hamburg bereits 2007 öffentlich dazu aufgerufen Ideen für die Veddel und den Spreehafen einzureichen. Aus rund 100 abgebenen Projektideen wählte die Jury acht Projekte mit dem Ziel der Umsetzung. Dabei waren die Idee der Spreehafen Landungsbrücken, die neben der geplanten den Spreehafen mit dem Ernst-August-Kanal verbindenden Schleuse entstehen könnten und die Idee einer Zollzaunbühne am Spreehafendeich.

Der Spreehafen gehört sowohl zum Hafengebiet als auch zu dessen zollfreier Zone, dem Freihafen. In den vergangenen Jahren hat sich in dem seeartigen Hafenbecken eine alternative Nutzung mit zahlreichen sogenannten „Liegern“, gewerblich genutzte Hausboote, etabliert. Früher diente er als Überwinterungsplatz für Binnenschiffe. Angelegt wurde er 1890, nachdem sich Hamburg zwei Jahre zuvor dem deutschen Reich angeschlossen hatte und das zollfreie Stadtgebiet auf den neu geschaffenen Freihafen reduziert wurde. Innerhalb des Freihafens werden weder Einfuhrsteuern noch Zölle erhoben, weshalb die Freihafenfläche umzäunt und der Zugang nur über Zollübergänge möglich war. In den Spreehafen gelangte man über Jahrzehnte nur über die Ernst-August-Schleuse.